Intermediales Design

- interdisziplinär gestalten, Medien entwickeln und nutzen

Suchen

Intermediales Designheader image

Maschinenaugen – Das dritte Auge

Alexandra Kielkowski und Isolde Tinnes: Die Verwandlung der Sinne, innere Beobachter und paralleles Gedächtnis.

Intermediales Design studieren, bedeutet auch, sich kritisch mit den heutigen und zukünftigen Entwicklungen der neuen Medien zu beschäftigen. Dieses kann in unterschiedlicher Weise geschehen. Zum Beispiel dadurch, dass heute noch fiktiv anmutende Szenarien durchaus mit den klassischen Mitteln der zeichnerischen Illustration ausgeleuchtet werden. Eine solche Zukunftsillustration von “virtuellen Mitbeobachtern” haben in diesem Projekt zwei Studentinnen ins Bild gesetzt. Ein Beispiel auch, dass das ImD-Studium zeichnerischen Talenten Raum zur Entfaltung gibt. Die Zusammenführung der Zeichnung mit den neuen Medien bleibt ein spannendes Thema.

Alexandra Kielkowski und Isolde Tinnes befassen sich mit der Verwandlung der Sinne, mit inneren Beobachtern und der Entstehung eines parallelen Gedächtnisses. Dem „Dritten Auge“ geht nichts verloren. Es ist in seiner Form wandelbar und kann jede beliebige Form annehmen. Es besteht aus drei Funktionskomponenten: Datenerfassung und -speicherung, Repräsentation und Abstraktion sowie Datenzugriff und (Benutzer)Interface. Erfasst werden physikalische Daten der Person, die das „Dritte Auge“ überwacht: visuelle, auditive und haptische Sensoren zeichnen auf, was die (natürlich freiwilligen) Benutzer sehen, hören und fühlen. Eine Überwachung von Außen findet nicht statt. Die Beobachtung und die Beobachtung der Beobachtung erfolgt von Innen. Sensoren registrieren die körperlichen Zustände. Identifizierbare und bedeutungsvolle Datenstränge werden zwischen dem „Dritten Auge“ und einem Großrechner geschaffen, auf welchem die Speicherung in „geeigneten Formaten“ erfolgt. – Es entsteht ein autonomes künstliches Gedächtnis, das seinem „Wirt“, dem Menschen zur Seite gestellt ist und beste Aussichten hat, sich zu einem Parallelgehirn weiterzuentwickeln. Körper und Geist gehen mit Informationsorganen und Informationsorganismen eine unauflösliche Beziehung ein.

..eingeschlossen in das Räderwerk eines Systems!..der Körper des "neuen Medienmenschen" wird vielfältigen Transformationen unterworfen.