
Eine architektonische Umgestaltungsaufgabe, hier der Sayner Hütte, eines bemerkenswerten Denkmals der Industriekultur aus der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe zu dem Provinzstädtchen Bendorf bei Koblenz, kann schließlich auch zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Hier zu einem umfangreichen Buchprojekt, in welchem das Thema in einer literarischen Form aufgearbeitet wird und sich immer weiter in einem fantastisch-fiktivem Szenario verliert. Auch hier kommt ein intermediales Verfahren ins Spiel: Intermedialität bedeutet oft auch Medienwechsel. Eine einmal gestellte Aufgabe verlässt hier den angestammten Platz des architektonischen Entwurfs und entfaltet sich stattdessen in den nahezu fünfhundert Seiten eines Buchprojekts.
Elisa Goal schreibt zum Inhalt ihrer visionären Unternehmung: Zuerst führe ich in das Thema ein, indem ich die Sayner Hütte vorstelle (Entstehung, Entwicklung, jetziger Zustand). Über eine intensive Umgebungsanalyse konnte ich sehr viele Nutzungskonzepte bereits ausschließen. So weist die (nahe) Umgebung ein sehr attraktives Angebot an Kulturstätten (Völklinger Hütte, Zeche Zollverein, Landschaftspark Duisburg) auf und wäre eine zu starke Konkurrenz. Außerdem ist eine starke Frequentierung der Sayner Hütte aufgrund der Randlage Bendorfs unwahrscheinlich. Hier wird die negative Seite des demografischen Wandels in Deutschland deutlich sichtbar. Aus diesem Grund muss in erster Linie etwas für den Ort Bendorf getan werden. Als Maßnahme wird ein Verein mit Sitz in der Sayner Hütte gegründet, der am Pilotprojekt Bendorf forscht. Hier beginnt die Fiktion…










