
Intermediales Design ist immer auch Medienforschung und Medienentwicklung, die aus den Grenzbereichen zwischen verschiedenen Disziplinen und Kulturen neue Impulse gewinnt. Das ImD-Studium bewegt sich dabei sowohl im Rahmen medienwissenschaftlicher Diskussionen wie auch medienkünstlerischer Kreationen. Das Projekt “Architectural Remix Sayn” ist hierfür ein gutes Beispiel. Die Sayner Hütte, ein beeindruckendes Denkmal der Industriekultur aus der ersten Hälfte des 19.ten Jahrhunderts wird in ein Klangereignis transformiert und aus der Welt der Klänge und Töne wiederum in ein architektonisches Raumgebilde zurückübersetzt.
Es handelt sich bei diesem Projekt um eine freie, experimentelle Arbeit, die sich nicht in die übliche Entwurfsbeschreibung einfügen läßt. “Architecural Remix Sayn” nimmt die konstruktive Geometrie der Sayner Hütte, transformiert diese in eine Klangwelt, also in den akustischen Datensatz einer Zeitform , der – nach diversen tonalen Variationen und Manipulationen – in eine nun veränderte architektonische Raumform zurückübersetzt wird. Michael König beschäftigt sich also mit Synästhesien zwischen Architektur, Raum, Klang, seinen zeitlichen Modulationen und raum-zeitlichen Rhythmen. In Kooperation mit der neuen Studienrichtung Intermediales Design/Neue Medien wird dieses Konzept als Prototyp insbesondere im Hinblick auf die Übertragbarkeit dieses Konzepts auf andere Anwendungen weiter ausgebaut.










